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Umbau des Community Centers in Kivalina erfolgreich abgeschlossen!

Zusammen mit lokalen Projektpartnern entwickelte AoGA zwischen 2013 und 2015 eine Srategie für die Umsiedelung der vom Klimawandel bedrohten Inupiat Gemeinde Kivalina, nördlich des Polarkreises. Durch die enge Zusammenarbeit mit den BewohnerInnen von Kivalina entstand die Idee eines Relocation Centers – Eines Gemeinschaftszentrum das die Grundlage für den Umsiedlelungsprozess schaffen sollte. Es entstand der Plan, ein bestehendes Gebäude zu renovieren und zum Communitycenter umzufunktionieren.

Unser Projektpartner RE-LOCATE KIVALINA unter Leitung von Arch. Michael Gerace und Jen Marlow konnten im letzten Jahr eine Förderung beim ArtPlace America’s Creative Placemaking Grant für den Umbau des bestehenden Communitycenters sicherstellen.

Insgesamt wurde 6 Wochen lang umgebaut, gemeinsam mit einem Team von lokalen Handwerkern, einer Baufirma aus Seattle sowie Elektrikern aus Kotzebue. Es wurde unter anderem eine Lichtkuppel eingebaut, ein Windfang („Arctic Entrance“) hinzugefügt, eine neue Küche gebaut und Platz für die Dokumentationen des lang anhaltenden Relocation-Prozesses geschaffen. Im Community-Center werden Relocation-Treffen stattfinden, es gibt ein digitales und physisches Kivalina-Relocation Archiv, sowie Gästezimmer und einen Platz um innovative Sanitärsysteme zu testen.

Die Renovierung des Communitycenters war von Anfang an ein partizipatives Projekt, in dem AoGA im gemeinschaftlichen Planungsprozess beteiligt war. Wir freuen uns mit der Gemeinde Kivalina und unserem Projektpartner über das tolle Ergebnis!

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Unserer Projektpartner: http://www.relocate-ak.org/

Projekt Sandbank – Crowdfunding gestartet

Wir von Architektur ohne Grenzen haben für unser neues Projekt Sandbank ein Crowdfunding gestartet!

Unsere Vision ist es, den temporär Heimatlosen, die nicht durch das natürliche soziale Netz aufgefangen werden können, so schnell wie möglich einen Rückzugsort zur Verfügung zu stellen. Dabei soll es sich um einen Raum handeln, der sowohl einen Ruhepol bildet und Intimsphäre ermöglichen kann.

Findet mehr über unser Projekt heraus und unterstützt uns unter: www.raumpioniere.at/sandbank

Wir freuen uns riesig auf eure Unterstützung auf jeder Ebene und sagen vorab schon einmal einen herzlichen Dank!

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Macondoplatz – Bespielung des öffentlichen Raums in Macondo

Unser Projekt Macondoplatz entwickelt sich auch diesen Sommer weiter.

Die Diakonie hat letztes Jahr ein Grundstück angemietet, das wir  zusammen mit den BewohnerInnen gestalten: den Macondoplatz. Nach einer Aufräum-Aktion und einem Workshop haben wir im Herbst 2016 das erste Sitzmöbel mit den BewohnerInnen gebaut.

Der Platz wurde bisher gut angenommen und der angrenzende informelle Sperrmüllplatz hat sich aufgelöst. Auch die Identität des Macondoplatzes ist in der Siedlung schon gefestigt: Der Name wird im Alltag unter den BewohnerInnen verwendet. Beim Herbstfest 2016 gab es am Platz eine Ausstellung und ein orientalisches Buffet, die Sitzbank wurde für ein geselliges Beisammensein genutzt.

Den Winter und Frühling haben wir für weitere partizipative Workshops genutzt, um auszuarbeiten,  wie die Bespielung des Ortes aussehen kann. Bei unseren Workshops waren alle Altersschichten – von Kindern bis zu Großeltern – vertreten. Somit haben wir viele interessante Ideen und Informationen für die Planung gesammelt.

Derzeit suchen wir Materialien für weitere Sitzmöbel, welche wir im Juli/August gemeinsam vor Ort bauen werden. Schön ist, dass der „Macondoplatz“ schon vielseitiger Treffpunkt ist: auch das Frauencafé findet bei Schönwetter seit dem Frühling dort statt. Wir sind gespannt, wie es weiter geht und werden euch mit Infos zum Projekt am Laufenden halten.

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Internationales Treffen von ASF in Kerala, Indien

Von 17. bis 23. April fand das internationale Treffen von Architecture Sans Frontières in Indien statt. Wir von AoGA und zahlreiche andere Länderorganisationen waren vertreten um miteinander das 10jährige Jubiläum des Dachverbandes zu feiern und über die Zukunft des Vereins zu beraten.

ASF Indien hatte zum 10. Jubiläum des Bestehens von ASF International alle Ländergruppen zur Generalversammlung nach Kerala, Indien eingeladen. Die ersten vier Tage des internationalen Treffens waren einem Lehmbau- und Bambus Workshop gewidmet. Wir lernten die Theorie zu Lehm- und Bambuskonstruktionen genauer kennen und setzten die Erkenntnisse daraus in einem 1:1 Workshop. Geleitet wurde der Workshop von unseren Kolleginnen und Kollegen aus Indien und Indonesien. Es entstanden Bögen und eine Kuppel aus Lehmziegeln, Stampflehmwände, ein Weller-Lehm Sitzelement sowie zwei Dachkonstruktionen aus Bambus. Die Bauwerke wurden dem College of Architecture in Thiruvananthapuramden, den Gastgebern unserer Konferenz, zur Verfügung gestellt.

Nach den ersten Tagen der manuellen Arbeit, ging es mit Projektpräsentationen, Diskussionen und den offiziellen Programmpunkten der Generalversammlung weiter. Es war inspirierend die Projekte und Arbeitsweisen anderer Länderorganisationen kennenzulernen. Höhepunkt der Konferenz war die Verleihung des ASF Awards, der an unsere KollegInnen aus Indonesien und ihr tolles Projekt im Projekt zum Kampung Upgrading in Jakarta.

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Projektreise Nepal

Gregor Hrynasz war im April in Nepal um die weitern Schritte für den Wiederaufbau der Schule in Haibung mit unseren Projektpartnern vor Ort abzustimmen. Momentan wird die Bewilligung für den Schulbau von den lokalen Behörden eingeholt. Der Baustart rückt immer Näher!
Nach unserer ersten Sondierungsreise in Nepal im Juni 2015, 2 Monate nach dem Erdbeben, war erneut ein Mitglied von Architektur ohne Grenzen vor Ort. Gregor Hrynasz überzeugte sich persönlich von der aktuellen Lage in Nepal, die sich seit Sommer letzen Jahres nur langsam verbessert. Die Unruhen an der Grenze zu Indien und die darauf folgende Grenzblockade, führten zu einer Knappheit von Baustoffen, Treibstoffen und Medikamenten in Nepal. Ein Umstand, der die nur schleppend anlaufenden Wiederaufbauarbeiten zusätzlich verlangsamt.

Der Hauptzweck des Besuches vor Ort war unser Schulprojekt in der Region Haibung. Die Planung für den Wiederaufbau der Mahadevstan Secondary School war in Österreich bereits weit vorangeschritten. Nun ging es darum, unsere weiteren Schritte mit den Projketpartnern vor Ort, Project Haibung und Architektur ohne Grenzen Nepal abzustimmen. Letzte Optimierungen des Entwurfes und der Detailplanung wurden ausgearbeitet um eine ideale Lösung für die Region zu entwickeln. Die Pläne gehen nun zur Genehmigung an die Nepalesischen Behörden. Das Team von Project Haibung hat bereits den Großteil der Gelder für den Schulbau lukriert – es fehlen nur noch die letzten Unterstützungen.

In dem Bergdorf Haibung fanden Treffen mit dem Schul Wiederaufbaukomitee der Gemeinde statt. Der Direktor, LehrerInnen und zahlreiche engagierte BewohnerInnen von Haibung haben sich zu diesem Komitee zusammengeschlossen um den Schulbau aktiv zu unterstützen. Sie stellen Freiwillige für die Bauphase zur Verfügung, die gemeinsam mit Fachkräften den Wiederaufbau bestreiten werden. Wir hoffen auf einen baldigen Baustart, die SchülerInnen von Haibung stehen schon in den Startlöchern.

News-Nepal

Frühlingsfest in Macondo

Unser Projektteam „Macondo“ freut sich auf eine spannende Zusammenarbeit mit den BewohnerInnen von Macondo!
Gemeinsam mit den BewohnerInnen und mit der Unterstützung des Diakonie Flüchtlingsdienstes vor Ort werden wir einen Platz gestalten der zum Verweilen und zum Miteinandersein einladen wird:

den Macondo-Platz

Am 29. April fand in der Siedlung Macondo das alljährliche Frühlingsfest statt.

Diesen Anlass nutzten wir, um durch eine Informationsveranstaltung das Projekt zu starten: Unser Ziel war es mit den BewohnerInnen in Kontakt zu treten um diese kennen zu lernen, ihr Interesse zu wecken und sie zur Mitarbeit zu animieren.

Auf unserem Infotisch legten wir einen Plan des Geländes auf mit Fotos von ausgewählten Freiräumen. Interessierte BewohnerInnen hatten die Möglichkeit, die Plätze zu bewerten und eigene Ideen zu formulieren.

Beim Frühlingsfest wurden somit viele spannende Ideen und Wünsche gesammelt, wie man den öffentlichen Raum in der Siedlung gestalten und verbessern könnte.

Der partizipative Prozess hat erfolgreich begonnen!